Berlin (dpa) - In der Diskussion über hohe Gebühren beim Abheben an Geldautomaten fremder Institute können sich die Sparkassen einen Schlichter vorstellen.
Einen solchen «Marktwächter» will der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) nach Informationen der «Welt am Sonntag» und der Deutschen Presse-Agentur dpa den anderen Branchenverbänden vorschlagen. Diese neue brancheninterne Instanz könne sich Gebührensprünge anschauen und vermitteln, berichtete die Zeitung. Ein DSGV-Sprecher wollte sich am Sonntag auf Anfrage nicht äußern und verwies auf eine Sitzung des Zentralen Kreditausschusses an diesem Montag. Ihm gehören auch die Verbände der privaten Banken und der Genossenschaftsbanken an.
Dass für Kunden beim Geldabheben an Automaten fremden Institute bis zu 10 Euro Gebühren fällig werden, hat Verbraucherpolitiker auf den Plan gerufen. Die Verbraucherzentralen fordern eine gesetzliche Obergrenze von 2 Euro. Die SPD im Bundestag verlangt ebenfalls eine Grenze von 2 Euro, die FDP-Fraktion will eine Selbstverpflichtung der Banken von 5 bis 7 Euro. Das Bundeskartellamt prüft derzeit, ob die Abhebegebühren überhöht sind.